Lehmputz auf Mauerwerk mit LEVITA LEHM®

Mauerwerke, egal ob alt (z.B. historische Vollziegel, Betonsteine,...) oder neu (z.B. Hochlochziegel, Planziegel, gefüllte Planziegel, Gasbetonsteine, Kalksandstein, etc.) sind klassische Untergründe für Lehmputz.

Inhaltsübersicht

Untergrundvorbereitung

Je nach Griffigkeit und Saugfähigkeit des Mauerwerks ist der Untergrund für den Lehmputz vorzubereiten. 

Bei saugfähigem Tonziegelmauerwerk wird der Untergrund gut vorgenässt und anschließend mit einem Vorspritzer aus dünnflüssig angerührtem Lehmunterputz UP2 oder Universallehmputz UNI 1,8 versehen.

Bei anderen Untergründen (z.B. Ziegeldecke, altes Mischmauerwerk mit Natursteinen) wird bei Bedarf die Griffigkeit durch Aufbringen eines Vorspritzers (Kalk-Trass-Vorspritzer, oder auch Kalk-Zement bei Betonelementen) erhöht.

Beim Aufbringen eines Vorspritzers ist es in der Regel ausreichend, wenn ca. 70% der Fläche bedeckt sind.

1. Lage - Lehmunterputz UP2

Als erste Lehmschicht wird Lehmunterputz UP2 in einer Stärke von in der Regel ca. 15mm mit der Kelle oder der Putzmaschine aufgetragen. Der Auftrag kann auch nur mit 10mm oder bis zu circa 30mm Stärke pro Lage ausgeführt werden. 

Ist ein stärkerer Auftrag erforderlich (z.B. zum Ausgleichen von Unebenheiten), so werden mehrere Schichten mit einer Dicke von jeweils max. 30mm aufgetragen. Die Einzelschichten müssen dabei jeweils abgetrocknet sein, bevor eine weitere Schicht aufgetragen werden kann.

Bei wechselhaften Untergründen kann ein Putzgewebe aus gestärkter Jute oder Glasseide eingebettet werden. Das Putzgewebe muss dabei im äußeren Drittel des Unterputzes liegen und an den Stößen gut überlappt werden.

Tipp: Unterputz an der Oberfläche etwas anziehen lassen, Putzgewebe auflegen und mit der Glättkelle in die Oberfläche einreiben. Die Putzschicht so trocknen lassen.

Zwischentrocknung

Vor dem weiteren Verputzen ist es nun wichtig, dass der Unterputz komplett austrocknet, bevor die nächste Schicht aufgetragen wird. 

Denn der Lehmunterputz kann durch geringes Schwinden beim Trocknen leichte Risse bekommen, diese sind völlig normal. Wird die nächste Schicht zu früh aufgetragen, werden sich diese Risse in die nächste Lage durchziehen.

Die Trocknung dauert je nach Witterung, Trocknungsmöglichkeit, Schichtstärke und weiteren Feuchtigkeitsquellen auf der Baustelle circa 2-4 Wochen. Eine Lehmputzschicht ist trocken, wenn sie eine einheitliche helle Farbe aufweist, wie das trockene Ausgangsmaterial. 

2. Lage - Lehmoberputz OP1

Die trockene Unterputzschicht ist zunächst gut vorzunäßen. Dann wird Lehmoberputz OP1 mit einer Stärke von 3-5mm  mit der Glättkelle aufgetragen.

Nach dem der Oberputz angezogen hat, die Oberfläche aber noch plastisch ist, erfolgt die Oberflächenbehandlung. Wird die Oberfläche mit dem Schwammbrett bearbeitet, bildet sich eine leicht körnige Struktur aus. Wird sie hingegen mit der Glättkelle oder japanischen Kellen verdichtet, entsteht eine sehr glatte, kompakte Oberfläche. Ebenso ist aber auch eine Waschlputzoberfläche möglich, indem man den Oberputz mit einer Mauererbürste bearbeitet.

Oberflächengestaltung

Nach dem Abtrocknen des Oberputzes ist die Oberfläche mit einem weichen Besen abzukehren, um leicht lösliche Sandanteile zu entfernen.

Danach kann die Oberfläche mit einem Wandlasurbindemittel fixiert werden, wenn eine "rohe" braune Oberfläche gewünscht wird.

Soll die Oberfläche weiß oder farbig werden, so kann sie mit diffusionsoffenen Farben gestrichen werden. Atmungsaktivität ist wichtig, da sonst die positiven Eigenschaften des Lehms reduziert werden.

Ideal ist ein Anstrich mit der Levita Lehmfarbe oder dem Levita Lehmstreichputz, da diese auf das Putzsystem abgestimmt sind und die Lehmeigenschaften voll zur Geltung kommen.

Reine Kalk- und Kalkcaseinfarben sind ebenfalls gut geeignet.

Statt einem Anstrich kann man die Oberfläche auch mit einem weißen oder farbigen Lehmedelputz überziehen. Damit sind ganz besondere Oberflächen, z.B. durch Beimischen von Glimmer oder Perlmutt möglich.

Hinweis

Der vorgestellte Aufbau und die einzelnen Arbeitsschritte sind vereinfacht und nicht als lückenlose technische Anleitung zu verstehen. Es sind die geltenden technischen Datenblätter und allgemeine Bauvorschriften zu beachten. Lehmputz erfordert handwerkliches Geschick und Erfahrung, ist aber auch für den interessierten Laien erlernbar. Besuchen Sie enfach unsere Seminare.

 

 

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Die gängigste Art Lehm in den Raum zu integrieren ist als Lehmputz. An Wand und Decke aufgebracht kann Lehmputz das Raumklima optimal beeinflussen, da er direkt an die Raumluft grenzt. Gleichzeitig kommt das Material auch optisch voll zur Geltung. Je nach Verarbeitung und Gestaltung lassen sich unterschiedlichste ästhetische Oberflächen erzielen – von gleichmäßig glatt bis plastisch modelliert, ob organisch runde Ecken oder klare Kanten, mit Lehm ist alles möglich.

 

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